Tierfreunde LH

Tierfreunde Lüdinghausen
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59348 Lüdinghausen
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Pension des Vertrauens?

Wie erkenne ich eine gute Tierpension?

Nicht nur zu Sommerzeit stehen Tierbesitzer vor der Frage, wohin mit dem geliebten Vierbeiner, wenn es in den Urlaub geht oder mal der Tiersitter ausfällt. In diesem Fall kann man z. B. auf Tierpensionen zurückgreifen, wo Fifi & Co. für diese Zeit betreut werden. Leider gibt es auch in dieser Branche immer wieder schwarze Schafe, die eher ans schnelle Geld interessiert sind und nicht am Wohle des zu betreuenden Tieres.

Ihrem Tier zuliebe sollten Sie unbedingt diese Tipps beachten, BEVOR Sie Ihren Vierbeiner in fremde Hände geben:

  • Verfügt der Betreiber der Pension über einen Sachkundenachweis nach § 11 TSchG?
    Sollte eine Vorlage nicht möglich sein, nehmen Sie unbedingt Abstand von der Pension!
  • Eine genehmigte Pension, auch kleine Privatpensionen, müssen eine Genehmigung vom Veterinäramt der zuständigen Gemeinde/Stadt vorweisen können.
    Sollte diese Genehmigung nicht vorgezeigt werden können, dann Finger weg!
  • Bestehen Sie darauf, das Geld auf das Konto des Betreibers zu überweisen bzw. lassen Sie sich eine ordentliche Rechnung ausstellen!
    Eine angemeldete Pension hat immer einen Briefkopf und dazugehörige Bankdaten!
  • Wie erkenne ich eine gute Pension?
    Besichtigen Sie eine Pension vorab unangemeldet. Die Räume sollten sauber (!!) und nicht überfüllt sein, Futter und Wasser stehen bereit und jemand beschäftigt sich mit den Tieren. Gute Tierpensionen führen Sie durch sämtliche Räume, fragen nach Eigenarten, Vorlieben und Fressgewohnheiten. Sollte es nicht möglich sein, den Bereich, in dem die Tiere untergebracht sind, zu besichtigen, so ist das kein gutes Zeichen, dann Finger weg!
  • Wie werden die Tiere gehalten?
    Hunde z. B. sollten nicht den ganzen Tag in Einzelboxen gehalten werden, sondern regelmäßig Zugang zu einem Auslauf haben. Gruppenauslauf wäre am besten, natürlich muss darauf geachtet werden, dass die Tiere sich untereinander vertragen. Werden die Tiere regelmäßig ausgeführt? An der Lage der Pension kann man ersehen, ob ein Spaziergang in „Wald und Feld“ überhaupt möglich ist, ansonsten sollten großzügige und eingezäunte Grünflächen vorhanden sein. Verlassen Sie sich nicht unbedingt darauf, was Ihnen gesagt wird, dass mit den Tieren spazieren gegangen wird, denn leider sieht die Realität oft so aus, dass die Pensionen mit der Anzahl der Hunde überfordert sind.
  • Fütterung: Ihr Tier sollte weiterhin sein gewohntes Futter bekommen, Futterexperimente sollte man tunlichst vermeiden. Ein Hund benötigt ca. 14 Tage, um seinen Organismus auf ein neues Futter umzustellen, während dieser Futterumstellung kann er mit Durchfall reagieren!
  • Muss das Tier vorher geimpft sein?
    JA!! Mindestens mit den Fünffachimpfungen für Hunde (Parvovirose, Leptospirose, Staupe, Hepatitis, Parainfluenza) und bei Katzen sollte eine Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche vorhanden sein. Wenn der Betreiber der Tierpension den Halter gar nicht erst fragt, ob sein Tier geimpft ist, ist zu befürchten, dass darauf kein Wert gelegt wird, in diesem Fall lassen Sie unbedingt die Finger davon, denn hier wird das Risiko eingegangen, dass Tiere ernsthaft erkranken und womöglich sterben!!!
  • Sollte ich einen Pflege-/Pensionsvertrag abschließen?
    Unbedingt!! Nehmen Sie alle Leistungen darin auf, z. B. dass ein Tierarzt eingeschaltet wird, wenn das Tier in der Pension erkrankt. Alle wichtigen Einzelheiten der Betreuung sollten darin festgehalten werden. Verweigert man den Abschluss eines Pflege-/Pensionvertrages oder sagt man Ihnen, das sei nicht üblich, dann sollten Sie von dieser Pension unbedingt Abstand nehmen!
  • Was darf eine Tierpension kosten?
    Orientieren Sie sich an den Kosten der Tierheime. Bei Hunden 10 – 18 Euro pro Tag, bei Katzen 8 – 13 Euro.

Über empfehlenswerte Tierpensionen berät Sie gerne Ihr Tierarzt, der örtliche Tierschutzverein oder andere Tierhalter. Halten Sie sich an die obige Liste und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, damit sie Ihren Vierbeiner gesund und wohlbehalten wieder in die Arme schließen können.

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